Sonntag, 16. Oktober 2011

Einsamkeit [Gedicht]

Jetzt laesst du mich allein', hier in der dunklen, kalten Welt. Mein Herz wird wieder zu Stein, spuere, wie die Zeit daran zerschellt. Spuere heisse Traenen in meinen Augen, die es mir nicht zu Lachen erlauben. Ich verlier' meinen Glauben. An Alles, &' dich. Wir hatten so viele Traeume, jetzt wirken sie so widerlich. So viele Gefuehle, aber verdammt, ich will sie nicht ! Ich hoer' dein Gelaechter, du lebst ohne mich weiter. Bist schon jetzt nicht mehr allein, dein Herz wird heiter. Doch ich sitze hier, &' muss nur an dich denken. Versuch' der Welt ein Laecheln zu schenken - doch zerbreche daran. Leise &' nicht sichtbar brech' ich in viele kleine Teile. Eh das Leben wieder einen Sinn ergibt, dauert es 'ne Weile. Doch meine Zeit ist knapp. Denn ich sitze hier, mit einem Messer in der Hand. Bereit es zu beenden, mein scheiss Leben zu vollenden, mit dem passenden Tot. In meinen Gedanken seh' ich es schon. Es fliesst wie Wasser, ist warm &' rot. Warum nur, warum laesst du mich allein in dieser schwierigen Zeit ? Ich spuere sie, diese Einsamkeit ! Wie sie langsam meine Seele zerfrisst, sie broekelt, weil mein Herz dich vermisst. Nun sitz' ich hier, im Dreck. Du bist weit weg. Weit weg von mir, ganz nah bei ihr. Ich wuenschte ich koennte dich aufhoeren zu lieben. Doch durch die Liebe werd' ich angetrieben. Aufzustehen, &' weiterzugehen. Bis ich wieder vor dir steh'. Dir sagen kann, was ich denk', &' was ich fuehl'. Doch ich weiss, es hat keinen Wert. Vielleicht ist es scheisse was ich tu', oder sogar verkehrt. Doch du sollst merken, ich kann nicht ohne dich leben, kann ohne dich nicht nach Glueck streben. Lauf' ohne dich Barfuss ueber Steine, brech' mir dadurch die Beine. Doch fuehrt der Weg zu dir, geh' ich ihn. DAS ist es mir wert. Zu Fuss, den ganzen Weg, bis ich nicht mehr kann. Ich fass' es nicht, wie kannst du bloss ueber mich lachen ? Ich gab dir alles, wollte mit dir alles machen ! Doch jetzt bin ich nichts fuer dich, ein Maedchen, fremd. Allein', das du nicht kennst. Auch, wenn ich noch so weit renn' - du bist auf all meinen Wegen. Egal was ich tu', ich bin machtlos dagegen. Ein kleiner Parasit in deinem Leben, du kannst dir von mir alles nehmen.
Ich geb' auf, habe den Kampf verloren. Du bist gluecklich, mein Herz ist erfroren. Vergiss mich schnell, ich tu's auch. Denn ab Heute ist es fuer immer aus.

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